Unterwäsche mit Spitzenbordüre

Meine Idee meine Kleidung aus ökologischen und sozialen Gründen selber zu nähen schreitet voran. Eine super Sache zur Verwertung von Stoffresten ist das Nähen von Unterwäsche. Wirklich sehr kleine Stoffreste können so sinnvoll verwertet werden.

Warum mit elastischer Spitzenbordüre?

Ich trage sehr gerne Unterhosen, welche weiche Bündchen an den Rändern haben, damit man auch beim Tragen von enganliegenden Röcken u.ä. keine zu starken Einschnitte sieht. Und logischerweise ist es auch einfach bequem wenn nichts einschneidet. Darum habe ich selbst nach der Vorlage einer mir gut sitzenden Unterhose diesen Prototyp genäht. Er sitzt sehr gut und zeichnet sich wie gewünscht nicht ab. Schaut, dass die Bordüre weich und dehnbar, aber dennoch stabil genug ist, um die Unterhose am richtigen Ort zu halten. Zum Beispiel diese wäre geeignet.

Werkzeug

  • Nähmaschine mit elastischen Stichen
  • Schere
  • Klammern oder Stecknadeln

Material

  • Stoffreste
  • elastisches Spitzenband
  • elastische Gummibänder (Spitze oder schlicht)
  • Nähgarn

Achtung: Unterhosen sind klein aber oho – lieber zuerst ein paar Leggings oder ein Shirt nähen, bevor man sich an dieses Teil wagt.

Anleitung

 

  • Schritt 1: Nehmt eine gut sitzende Unterhose und übertragt die Schnittteile auf ein Papier. Bei den Zwickelteilen müsst ihr in der Länge je ca. 0,7 cm Stoff für die Nahtzugabe dazurechnen. Auch in der Breite müsst ihr mehr oder weniger Nahtzugabe dazurechnen: es kommt auf die Breite der Gummis an, welche ihr dran näht.
  • Schritt 2: Zuschneiden der 4 Stoffteile aus Reststücken. Zuschneiden der Gummis. Haltet euch das elastische Spitzenband auf Tragehöhe um die Hüften und messt die Länge ab (Plus 1,4 cm Nahtzugabe). Die Gummibänder für den Abschluss an den Rändern sollten etwas kürzer sein, als die Länge der Stoffstücke, denn sie werden gedehnt aufgenäht. Ihr könnt sie auch erst nach dem Zusammennähen der Stoffstücke zuschneiden, in dem ihr sie direkt an den Stofflängen auslegt.
  • Schritt 3: Zusammenstecken der drei Teile für die erste Zwickelnaht. Aussenzwickel und Hinterteil kommen rechts auf rechts zusammen. Der Innenzwickel komm rechts auf die linke Seite des Hinterteils (siehe Fotos). Nun wird die dreilagige Naht geschlossen: ich mache zuvor immer ein Probestück. Ich habe für das Nähen eine Overlock verwendet, aber es geht auch mit einem elastischen Nähmaschinenstich sehr gut.
  • Schritt 4: Nun passiert das selbe auf der anderen Seite: Alle drei Lagen werden wieder in der gleichen Weise aufeinander gelegt und die Naht geschlossen.
  • Schritt 5: Die Unterhose wird gewendet und nun können die Nahtzugaben des Zwickels an der Seite etwas mit einer Schere eingekürzt werden, falls diese sichtbar sind.
  • Schritt 6: Nun wird auf den Seiten der Unterhose das Gummiband gedehnt auf die rechte Seite aufgenäht. Passt auf, dass ihr nicht den Stoff dehnt (sonst gibt es Wellen) und auch das Gummiband nicht zu sehr zieht. Entspannt und locker etwas Zug geben reicht 🙂
  • Schritt 7: Nun können die Seiten eingeklappt werden und das Gummiband von der rechten Seite her mit einem dehnbaren Stich befestigt werden.
  • Schritt 8: Die Spitzenbordüre rechts auf rechts an der Naht schliessen (ich habe dafür einen normalen Geradstich verwendet). Passt auf, dass ihr langsam näht und vielleicht ein Vlies oder weiches Papier unter die Spitze legt, damit sie nicht ins Loch der Nähplatte gezogen wird. Bei mir hat es auf Anhieb gut geklappt.
  • Schritt 9: Markiert mit einer Klammer die vordere Mitte der Spitzenbordüre. Nun könnt ihr sie mit Nadeln mittig auf Vorder- und Rückseite befestigen. Ich habe sie mit einem Zickzackstich angenäht.

Fertig!

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