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Bananenbrot ohne Zucker

Bananenbrot ohne Zucker

Ich habe seit Jahren keine Bananen gekauft und finde sie in der Schweiz als Nahrungsmittel auch nicht nötig. Ich arbeit in einem Freilichtmuseum und nach einer alljährlich Grossveranstaltung bleiben immer Essensreste übrig: in diesem Jahr die Bananen. Auf der Suche nach einem Rezept für Bananenbrot ist mir aufgefallen, dass es sich meistens um einen Kuchen handelt (mit viel Zucker, Butter und Backpulver als Triebmittel). So versuchte ich ein Rezept zu kreieren, welches wirklich einem Brot entspricht und nicht zu süss ist. Den Löffel Honig kann man bei Wunsch auch weg lassen – vor allem, wenn die Bananen schon sehr reif sind. Beim Ersatz der Bananen durch andere Früchte, welche eher sauer sind, dient der Honig zum Abrunden des Geschmackes.

Bananen sind vielseitige und faszinierende Pflanzen, aber leider stammen die schmackhaften Früchte aus Ländern mit tropischem Klima und werden in Europa zu Spottpreisen verkauft. Logisch, dass somit der Konsum in der Schweiz für Umwelt und das soziale Gefüge kein Vorteil ist. Ich werde das Rezept bei Gelegenheit auch gerne mit anderen Früchten versuchen. Ich bin sicher, dass es auch mit Zwetschgen, Nektarinen oder Äpfeln lecker schmeckt!

Zubereitung

  1. Das handwarme Wasser mit dem Honig und der Hefe mischen.
  2. Die Bananen mit der Milch mixen (man kann auch grobe Stücke schneiden, oder die Bananen grob zerquetschen).
  3. Mandeln grob hacken.
  4. Salz und Zimt unter das Mehl mischen.
  5. Alle Zutaten mischen und gut für einige Minuten Kneten.
  6. Den Teig eine Stunde ruhen lassen.
  7. Den Ofen auf ca. 300 Grad Celsius (Unter- und Oberhitze) vorheizen.
  8. Den Teig nochmals kurz durchkneten und in die Form geben.
  9. Den Leib 15 Minuten backen und den Ofen dann auf 200 Grad Celsius (Unter- und Oberhitze) einstellen.
  10. Das Brot für weitere 30 Minuten fertig backen.
  11. Das Brot etwas auskühlen lassen und geniessen.

Zutaten für zwei Laibe Brot

  • 1200 g Bananen (mit Schale gewogen)
  • 100 g Milch
  • 2 Päckchen Trockenhefe
  • 1000 g Mehl
  • 200 g Mandeln
  • 100 ml Wasser
  • 1 Esslöffel Honig
  • 3 Teelöffel Salz
  • 1 Teelöffel Zimt

Eierfärben mit Naturfarben

Eierfärben mit Naturfarben

Ich habe einige Versuche zum Eierfärben mit unterschiedlichen Rohstoffen durchgeführt. Da ich an einer Veranstaltung mit Familien Eierfärben anbieten möchte, hatte ich folgende Kriterien:

  • Die Eier müssen schnell (innerhalb von 15 Minuten) die Farbe annehmen.
  • Ich möchte Rosa und Violette als Farbton haben.
  • Der Farbsud zum Färben muss kalt angewendet werden können, da ich die Eier mit Wachsmuster verziere.

Da wir bereits ausgeblasene Eier einfärben, musste ich nicht auf essbare Farben achten, aber die verwendeten Rohstoffe auf Grundlage von Gemüse und Kräutern sind trotzdem unproblematisch.

Muster mit Wachs applizieren

Mit einer einfachen Wachstechnik, lassen sich schnell schöne Färbeeffekte erzeugen. Man bemalt die Eier mit Wachsmustern und die so bedeckten Flächen nehmen beim Färben keine Farbe an. Nach dem Färben kann man das Wachs entfernen (und das Ei erneut bemalen und färben) oder man belässt das Wachs als Reliefmuster auf dem Ei. Damit es einfach geht, habe ich eine kleine Station gebastelt: ein Haselstöckchen mit Steckkopfnadel fungiert als Zeichenhilfe. Ein gebogener Löffel mit einer Bienenwachs-Kerzenwachsmischung liefert über einer brennenden Kerze montiert das flüssige Wachs zum Bemalen. Ich habe gemerkt, dass das beste Ergebnis mit einer Mischung aus Kerzenwachs (Stearin oder Paraffin) mit Bienenwachs erreicht wird. Bienenwachs alleine klumpt und lässt sich nicht geschmeidig aufbringen. Stearin alleine zerfliesst zu stark.
Die Muster lassen sich ganz einfach aufzeichnen und es entsteht schnell ein schönes Ergebnis. Punkte, kurze Striche und sich wiederholende Müsterchen sind sehr effektvoll. Doch auch Buchstaben lassen sich gut aufbringen.
Nach dem Färben kann man das Wachs entweder auf dem Ei belassen, oder wegschmelzen. Dies gelingt am einfachsten auf einem Küchenpapier gebettet im Ofen oder der Mikrowelle. Achtung, gewisse Farben verändern sich bei Hitze: darum lieber nur kurz und mit geringer Hitze. Mit dem Papier den geschmolzenen Wachs abreiben und es entsteht dabei ein schöner Glanz.

Färben mit Gemüse und Kräutern

Gemüsefarbe
Ich habe Versuche mit Rotkohl, Rande und Brennessel (grüner Farbton) gemacht. Ein sehr schönes Ergebnis habe ich mit Rotkohl erzielt und auch mit Rande war ein Ergebnis sichtbar. Brennessel hat ebenfalls auch nach 15 Minuten schon sichtbar gefärbt, aber der Farbton war sehr verwaschen moosgrün.

Rotkohl
Ich habe einen Kopf Rotkohl an der Raffel fein gerieben und anschliessend mit einem Liter Wasser sanft erwärmt und eine Stunde durchziehen lassen. Nach dem abkühlen habe ich Färbeversuche von 15 Minuten durchgeführt und war sehr zufrieden. Besser nimmt die Farbe an, wenn man Essig an den Sud gibt. Für einen Liter habe ich 5 Esslöffel normalen Apfelessig beigegeben. Der Essig löst auch das Kalk der Eierschale an und so wird die Oberfläche zum Färben zugänglicher. Ein Ei habe ich 8 Stunden eingelegt und es hatte danach eine wunderschöne blaue Farbe – leider hat Sascha das Ei fallen gelassen, aber ich habe ein Stück der Schale fotografiert 🙂

Rande
Hier habe ich reinen Randensaft gekauft und diesen auch mit Essig versetzt zum Färben verwendet. Der Rosaton ist nach 15 Minuten sichtbar, aber sehr fein. Auch nach einer Stunde ist der Farbton noch nicht viel stärker, tendiert dann eher ins leicht bräunliche Rosa.

Brennessel
Hier habe ich einen Sud aus 50 g getrockneten Brennesselbestandteilen und einem Liter Wasser angesetzt. Ich habe die Mischung wieder erwärmt und für 20 Minuten ziehen lassen. Dasjenige Ei dass eine Stunde im abgekühlten Sud färben durfte, hatte eine viel dunklere Farbe. Die Färbung war etwas ungleichmässig.

Für alle drei Farben gilt: sie sind nicht lichtecht und halten deshalb nur über eine begrenzte Zeit. Für die nächsten Ostern müssen also neue Eier her 🙂

Färben mit Cochenille und Blauholz

Von eine Kollegin, welche in der Tuchfärberei sehr bewandert ist, habe ich zwei Färberrohstoffe zur Verfügung gestellt bekommen: Cochenille und Blauholz. Im Gegensatz zum Gemüse sind diese Farben auch lichtecht und färben sehr intensiv. Cochenille wird in Lebensmitteln zum Einfärben verwendet und ist somit lebensmitteltauglich. Beim Blauholz habe ich keine Informationen erhalten – da ich ausgeblasene Eier einfärbte, spielt es für mich keine Rolle. Der Shop, den ich unten angebe, hat das Blauholz für das Eierfärben im Sortiment, gibt aber auch keine Angaben zur lebensmitteltauglichkeit ab.

Cochenille ist eine Schildlausart, welche ursprünglich aus Mexiko stammt. Die weiblichen Tiere werden getrocknet als Sud angesetzt. Cochenille verdrängte nach der Eroberung von Mexiko bereits 1800 als Färberohstoff die Kermesschildlaus, welche auf der Kermeseiche in Südfrankreich, Spanien und auf den griechischen Inseln vorkommt. Zuvor war die Purpurschnecke die unbeschreiblich kostbare Variante, Stoffe rot zu färben. Da es tausende Schnecken für ein paar Gramm Färbersubstanz benötigt, waren rote Stoffe im Mittelalter nur den Königen und Kardinälen vorbehalten.

Das Blauholz stammt vom Blutholzbaum, einer der wichtigsten Holzfärberpflanzen. Die Planze ist in Zentralamerika, so wie im nördlichen Teil Südamerikas heimisch. Zum Färben von Wolle, Baumwolle, Seide oder Leinen wird das Holz des Baumes in fermentiertem, geraspeltem Zustand verwendet. Auch ich verwende für den Farbsud, das geraspelte Holz des Baumes.

Für den ersten Färbeversuch habe ich jeweils mit 200 ml Wasser 2,5 Gramm des Färberrohstoffes leicht erwärmt (80° C) und für eine halbe Stunde ziehen lassen. Mit dem abgekühlten Sud habe ich die Eier wieder 15 Minuten gefärbt: die Ergebnisse sind sehr zufriedenstellend geworden. Mit Essig liessen sich keine Farbverbesserungen erreichen, im Gegenteil: Der Blauholzsud verfärbt sich effektvoll gelb, aber das Ergebnis ist lediglich ein weniger buntes Braunviolette.

Ein Ei habe ich doppelt gefärbt und auch zwei mal mit Wachsmustern verziert: so lassen sich recht schnell sehr tolle Effekte erzielen. Hier wäre es natürlich auch effektvoller zwei unterschiedlichere Farbtöne zu verwenden. Eine wirklich schnelle und sehr unterhaltsame Art Eier zu färben.

Fazit

Das Färben mit den Rohstoffen aus der Tuchfärberei ist deutlich unkomplizierter und effektiver als das Färben mit zum Beispiel selbst hergestelltem Rotkohlsud. Aber das Blau des Rotkohlsudes ist einfach unbeschreiblich schön und kann auch für gekochte Eier, die noch verzehrt werden, eine wunderbare Variante sein.

Da ich die Färberrohstoffe geschenkt bekommen habe, konnte ich keine Bezugsquelle testen.
Im Internet habe ich diesen Shop gefunden, der wohl die Rohstoffe fürs Eierfärben anbietet. Ich kann nichts über die Qualität und Lieferbedingungen berichten.

Haarspülung selber herstellen

Haarspülung selber herstellen

Meine Haar sehen regelmässig eine Schere, aber dennoch sind sie ziemlich lange. 🙂
Damit ich den Spitznamen Rapunzel weiterhin unbesorgt tragen kann, pflege ich meine Haare beim Waschen gerne mit einer Spülung.

Haaröl
Es gibt auch die Möglichkeit nach dem Waschen zum Schutz ein hochwertiges Öl in die Haare zu geben. Dazu eignet sich aus meiner Erfahrung beispielsweise Brokkolisamenöl sehr gut: bei geringer Dosierung beschwert es die Haarspitzen nicht. Mit einem ätherischen Öl beduftet, verwöhnt man gleichzeitig auch noch die Sinne. Dennoch möchte ich auf eine Spülung nicht ganz verzichten, denn sie hilft mir auch, dass ich keine statisch geladenen, „fliegenden“ Haare habe.

Wirkung der Spülung «Rapunzel»
Das Rezept für meine Spülung hat sich über die Jahre verändert, da es auch immer wieder neue wertvolle Zutaten gibt. Zur Zeit verwende ich die folgende Rezeptur gerne. Leider sind die Wünsche bezüglich der Haarspülungen sehr individuell und nicht jeder wird die Eigenschaften dieser Spülung schätzen. Ich mag Spülungen, welche die Nasskämmbarkeit fördern und das Haar schön glatt erscheinen lassen. Dafür nehme ich auch gerne in Kauf, dass mein Haar kein Extravolumen erhält.

Anwendung
Die Spülung lässt sich mit der vorgeschlagenen Konservierung ungefähr 8 Wochen halten und wird wie gewohnt angewandt: eine kleine Menge in die Längen der feuchten Haare geben und nach einer kurzen Einwirkzeit ausspülen. Wie bei allen Spülungen ist es ratsam, zwischendurch eine Verwendungspause einzulegen.

Naturkosmetik?
Leider gibt es bei den Haarspülungen meistens eine naturkosmetische Problemzone: es sind die kationischen Emulgatoren. Sie sorgen dafür, dass sich die Haaroberfläche durch die positive Ladung glättet. In diesem Rezept übernimmt diese Aufgabe das Produkt Amid S 18, welches aus Palmöl hergestellt wird. Bisher konnte ich keine Alternative testen, welche diesen kationischen Emulgator erfolgreich ersetzt.

Rezeptur Haarspülung Rapunzel (100 g)

19.5 g Fettphase (19.5 %)

Öle, Buttern und Wachse (13 g | 13 %):

          • 4 g Brokkolisamenöl (4 %)
          • 4 g Kokosöl (4 %)
          • 5 g Avocadoöl (5 %)

Emulgatoren/Konsistenzgeber (6.5 g | 6.5 % | 23.1 % der Fettphase)

          • 2 g Conditioner Emulsifier vegetable (2 %)
          • 2 g Amid S 18 (2 %)
          • 0.5 g Emulsan (0.5 %)
          • 2 g Cetyl Alcohol (2 %) als Konsistenzgeber

 

80.5 g Wasserphase (80.5 %)

Wirkstoffe (3 g | 3 %):

          • 1 g Panthenol (1 %)
          • 1 g Glycerin, pflanzlich (1 %)
          • 1 g Keratin, pflanzlich (1 %)

Hilfs- und Zusatzstoffe (3 g | 3 %):

          • 1 g Rokonsal™ BSB-N (1 %)
          • 1 g Milchsäure (1 %)
          • 1 g ätherisches Palmarosaöl (1 %, das sind ca. 20 Tr.)

74.5 g Wasser (74.5 %)

          • 74.5 g abgekochtes Wasser (74.5 %)

Herstellung

  1. Öle im Becherglas wiegen. Tipp: zuerst die Flüssigen, so dass bei Überdosierung korrigiert werden kann.
  2. Emulgatoren und Konsistenzgeber in das gleiche Becherglas hinein wiegen
  3. Wasser im zweiten Becherglas abwiegen und mit Milchsäure sauer einstellen
  4. Die beiden Bechergläser im selben Wasserbad auf eine Temperatur von 75 °C erwärmen: dabei Öl und Emulgatoren rühren.
  5. Das Wasser in das Becherglas mit dem Öl schütten und mit dem Rührgerät mindestens 2 Minuten homogen rühren. Zur Seite stellen.
  6. In einem kleinen Schälchen die Wirk-, Hilfs- und Zusatzstoffe (ausser der bereits verwendeten Milchsäure) abwiegen.
  7. Die Emulsion erneut mit dem Rührgerät rühren. Auf Handwärme (< 40 °C) abkühlen lassen.
  8. Die Wirk-, Hilfs- und Zusatzstoffe zur Emulsion geben und gut einrühren.
  9. Mit einem PH-Indikator überprüfen: die Emulsion sollte < pH 5 sein. Gegebenenfalls mit Milchsäure tropfenweise einstellen.
  10. Spülung in eine sterilisierte Flasche abfüllen.
  • Es ist wichtig, dass die Spülung einen pH-Wert unter 5 aufweist, damit Amid S 18 seine konditionierende Eigenschaft entfalten kann.
  • Für die konservierende Wirkung von Rokonsal ist der optimale pH-Wert-Bereich: < pH 5,4.

 

Zutaten austauschen
Es können sowohl die Öle, wie ich auch die Wirkstoffe an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Für die Rezeptur essentiell ist der Emulgator Amid S 18. Die Koemulgatoren, sowie der Konsistenzgeber können ebenfalls angepasst werden, z.B. um eine andere Textur zu erreichen.

Zutaten (100 g)

  • 4 g Brokkolisamenöl (4 %)
  • 4 g Kokosöl (4 %)
  • 5 g Avocadoöl (5 %)
  • 2 g Conditioner Emulsifier vegetable (2 %);
    INCI: Cetearyl Alcohol, Lecithin, Sodium cetearyl sulfate, Vegetable oil
  • 2 g Amid S 18 (2 %); INCI: Stearamidopropyl Dimethylamine
  • 0.5 g Emulsan (0.5 %); INCI: Methyl Glucose Sesquistearate
  • 2 g Cetyl Alcohol (2 %) als Konsistenzgeber
  • 74.5 g Wasser (74.5 %) (durch abkochen keimfrei gemacht)
  • 1 g Milchsäure (1 %); INCI: Lactic Acid
  • 1 g Panthenol (1 %)
  • 1 g Glycerin, pflanzlich (1 %)
  • 1 g Keratin, pflanzlich (1 %); INCI: Hydrolyzed corn protein, Hydrolyzed wheat protein, Hydrolyzed soyprotein, Leuconostroc /Radish root ferment filtrate
  • 1 g Rokonsal™ BSB-N (1 %); INCI: Benzyl Alcohol, Glycerin, Benzoic acid, Sorbic acid
  • 1 g ätherisches Palmarosaöl (oder nach Belieben) (1 %, das sind ca. 20 Tr.)

Werkzeug

Alles was direkt in Berührung mit den Rohstoffen kommt, wird mittels abkochen oder reinigen mit Alkohol sterilisiert.

  • zwei Bechergläser
  • ein kleines Schälchen
  • Löffel oder Spatel
  • Waage auf 0,1 Gramm genau wiegend
  • Küchenthermometer
  • Rührgerät: zum Beispiel leistungsstarker Stabmixer
  • pH-Indikatorstreifen
  • Pfanne für Wasserbad
          • Das Rezept der Haarspülung ist durch das Einlesen und Versuchen über einige Jahre entstanden. Es gibt hier also keine Ursprungsquelle mehr.
          • Die Grundlagen meines Wissens über die Herstellung von Naturkosmetik habe ich überwiegend aus den zwei sehr empfehlenswerten Büchern von Heike Käser Naturkosmetische Rohstoffe und Naturkosmetik selber machen

Es gibt sehr viele Shops im Internet, welche Rohstoffe für Kleinkunden verkaufen. Ich habe zum Beispiel im Shop Manske schon erfolgreich bestellt.

          • Viele spannende Informationen über naturkosmetische Rohstoffe sind bei Olionatura zu finden.
          • Zur Unterstützung der Planung von eigenen Rezepturen hilft der Rezeptrechner von Olionatura.

Marzipan selber machen

Marzipan selber machen

Als Kind musste ich einige Jahre in die Sprachschule und ich kann mich eigentlich nur noch an etwas davon erinnern: an das Marzipanrezept einer meiner Logopädinnen. Das Rezept ist unglaublich simpel, aber man benötigt Feingefühl für den Herstellungsprozess. Damit man sich minutenlanges Kneten sparen kann, ist eine Küchenmaschine zum Mixen und Zerkleinern sinnvoll.

Zubereitung

(15 min)

  1. Den Zucker mit der Küchenmaschine zu feinem Puderzucker mahlen
  2. Ebenso die Mandeln so lange mixen, bis die Masse zu kleben beginnt
  3. Zucker, Mandelmasse und einige Tropfen Flüssigkeit miteinander verkneten
  4. So lange kneten, bis das Öl aus der Mandelmasse austritt und sich mit dem Puderzucker verbindet. Die Mandelmasse ist fertig, wenn sie beim Probieren angenehm nach Marzipan schmeckt.
  5. Kleine Kugeln formen und locker im Kakao wälzen

Das Rezept kann beliebig variiert oder ergänzt werden: Honig, Schokoladenüberzug, Kokosraspeln, Lebensmittelfarbe…der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die Qualität der Rohstoffe bestimmt den feinen Geschmack.

Zutaten

Bitte alle Zutaten in Bioqualität kaufen – sich selbst und der Umwelt zu liebe. Vor allem auch bei den Mandeln auf das Herkunftsland achten. Es gibt auch europäische Mandelbäume.

  • 100 g Mandeln geschält
  • 100 g Zucker
  • einige Tropfen Zitronensaft, Wasser, Kirsch oder andere Wässer.
  • Kakaopulver zum bepudern

Shortbread mit Ingwer

Shortbread mit Ingwer

Shortbread ist für mich eine unwiderstehliche Versuchung: Butter, Zucker, Mehl und Salz leicht gebacken – eine sündige, staubtrockene Süssigkeit auf das Nötigste reduziert und doch so gut, dass ich süchtig danach werde. Es kommt auf das richtige Verhältnis von süss, salzig und buttrig an, damit die Glückshormone verrückt spielen. Shortbread ist eben gerade in seiner Einfachheit perfekt und trotzdem habe ich mich an eine Erweiterung gewagt: warum nicht noch Schärfe als Geschmacksrichtung hinzufügen? Ein gewagtes Experiment, aber aus meiner Sicht lohnt es sich.

Zubereitung

(15 min Zubereitungszeit, 1 Stunde Ruhezeit, 30 min Backzeit)

  1. Der Abrieb der Orange mit etwas Zucker vermischen und etwas durchkneten, auf die Seite stellen
  2. Zucker und Butter homogen verrühren
  3. Den frischen Ingwer schälen und mit einer Presse den Saft mit 3 EL Orangensaft zum Butter-Zucker-Gemisch geben
  4. Salz und getrocknete Ingwerwürfel im Mehl mischen und der Butter-Zucker-Mischung zu geben, alles homogen zusammenfügen (falls der Teig zu trocken ist, kann Orangensaft ergänzt werden)
  5. Den Teig im Kühlschrank eine Stunde ruhen lassen
  6. Den Teig auf etwas Zucker 1 cm dick auswallen und mit der Gabel kleine Löcher einstechen
  7. Den Teig bei 180°C 15 min backen (meine sind etwas zu dunkel geworden)
  8. Shortbread aus dem Ofen nehmen, mit der Zuckermischung bestreuen und in die gewünschte Form schneiden
  9. Falls gewünscht: die dunkle Schokolade schmelzen und mit 5 Tropfen ätherischem Orangenöl vermischen. Die Schokolade über die geschnittenen Shortbreads träufeln. Geniessen und Verschenken.

Zutaten

Bitte alle Zutaten in Bioqualität kaufen – sich selbst und der Umwelt zu liebe 🙂

  • 30 g getrockneter Ingwer, in feine Würfel geschnitten
  • 1 daumengrosses Stück frischer Ingwer
  • 1 Bio-Orange, die Schale abgerieben und der Saft ausgepresst
  • 200 g Butter
  • 150 g Zucker
  • 330 g Mehl
  • 1/2 EL Salz

Wer will: Schwarze Schokolade und etwas ätherisches Orangenöl in Lebensmittelqualität

Gartentee 2017

Gartentee 2017

Ich sammle im Sommergarten Kräuter und Früchte, welche ich für die Teezubereitung schonend nach dem Ernten trockne. In Dosen Kraut für Kraut aufbewahrt, wartet das Sammelgut auf seinen Einsatz im Herbst: dann Mische ich meinen Gartentee. Weil jedes Jahr etwas anderes besonders gut wächst, gibt es immer individuelle Tees, die zu den Erlebnissen des Jahres passen.

Mischung 2017
In diesem Jahr habe ich folgende Mischung erstellt:

Basispflanze, Füll- und Aromapflanzen (60%):

  • Holunderblüten (die Blütchen von den Dolden in trockenem Zustand abgestreift)
  • Pfefferminze
  • Zitronenverbene
  • Dost

Schmuckpflanzen (30%):

  • Aroniabeeren
  • Hagebutten (Kerne und Haare entfernt)
  • Ringelblumenblüten (ganze)

Aromazutat (10%):

  • Orangenschale (getrocknet und im Mixer grob zerkleinert)

Der Tee schmeckt ausgesprochen freudig und schaut aufgegossen auch wunderschön aus. Selber Tee zu ernten, trocknen und mischen lohnt sich sehr: kein gekaufter Tee schmeckt so unversehrt. Durch die schonende Behandlung der Blätter brechen sie erst beim Teeaufguss auf: viele ätherische Öle sind noch vorhanden.

Wirkung
Ich trinke den Tee in erster Linie zum Genuss. Dennoch hat er sicher auch eine gesundheitserhaltende Wirkung: Dazu folgend noch einige Hinweise zur Wirkung der einzelnen Teekomponenten (Quelle: Tee aus Kräutern und Früchten, Rudi Beiser). Insgesamt wirkt der Tee zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten positiv: der Holunder wirkt schweisstreibend und in den Beeren und Orangenschale stecken viele Vitamine.

  • Holunderblüten: die Blüten haben eine schweisstreibende Wirkung und helfen somit Erkältungen zu vertreiben.
  • Pfefferminze: wirkt krampflösend und blähungstreibend.
  • Zitronenverbene: wirkt krampflösend bei Verdauungsbeschwerden.
  • Dost: wirkt krampflösend bei Verdauungsbeschwerden und wird bei Husten eingesetzt.
  • Ringelblume: wird gerne in Tees gegen Magen-Darm-Beschwerden oder in Leber-Gallen-Tees eingesetzt
  • Hagebutten: haben einen hohen Gehalt an Vitamin-C
  • Aroniabeeren: Enthalten neben Vitamin-C auch grosse Mengen Anthocyane.
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Bärlauchkapern

Bärlauchkapern

Hier ein simples Rezept mit welchem ihr zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen könnt: Einerseits kriegt ihr lecker würzige Kapern und andererseits könnt ihr den Bärlauch in eurem Garten durch das beernten der Knospen etwas eindämmen.

Zubereitung

  • Die Bärlauchknospen waschen und im Sieb abtropfen lassen
  • Die sterilisierten Gläser mit den Bärlauchkapern befüllen
  • Den Apfelessig mit den Gewürzen aufkochen
  • Den Apfelessig mit den Gewürzen siedend heiss in die Gläser füllen und verschlossen auf den Deckel stellen
  • Nach einer Woche sind die Kapern genussbereit

Den aromatisierten Essig kann man wunderbar für Salatsaucen und ähnliches verwenden.

Zutaten

für 100 Gramm Bärlauchknospen (ca. 3 kleine Gläser):

  • 100 g Bärlauchknospen
  • 1 EL Pfefferkörner
  • 1 EL Salz
  • 1 EL Koriandersamen
  • 1 EL Senfsamen
  • 1 EL Honig
  • 3 dl Apfelessig

3 kleine, sterilisierte Gläser mit Schraubverschluss

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